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Systembiologie in Zürich
  Bild: Demian Vogler
 
  "..wobei gezielt alle Komponenten des Systems untersucht werden. Die so gewonnene Information wird dann in dynamische Computermodelle integriert."  

Was ist Systembiologie?
Die Systembiologie ist eine interaktive wissenschaftliche Vorgehensweise in der biologischen Forschung, welche die Expertise mehrerer Fachgebiete verlangt. Weil dieses Wissen meistens nicht in einem Labor vorhanden ist, ist ein kollaboratives und interaktives Umfeld nötig. Systembiologie befasst sich mit der Analyse ganzer biologischer Systeme, wobei gezielt alle Komponenten des Systems untersucht werden. Die so gewonnene Information wird dann in dynamische Computermodelle integriert. Diese Modelle ermöglichen es, die Eigenschaften des Systems zu simulieren und festzustellen, wie es auf Störungen reagiert.
Dazu arbeiten Fachleute verschiedener Fachbereiche wie Biologie, Medizin, Chemie, Physik, Informatik und Statistik eng zusammen. Während sie vornehmlich auf Grundlagenforschung ausgerichtet ist, enthält sie auch anwendungsorientierte Aspekte. Enge Verbindungen zur klinischen Medizin sowie zur pharmazeutischen Industrie sind deshalb zu erwarten.

Forschungsumfeld in Zürich
Die beiden Hochschulen in Zürich verfügen über zahlreiche international bekannte Forschungsgruppen im Bereich der Life Sciences. An der Universität Zürich sind die fakultätsübergreifenden Forschungsschwerpunkte Neurowissenschaften, Strukturbiologie, Tumorforschung, Immunologie, Proteomik und Computational Science zu nennen. An der ETH ist das Departement Biologie der Hauptträger der Forschung im Life Science Bereich, wobei jedoch noch Gruppierungen anderer Departemente hinzukommen. Die intensive Zusammenarbeit der Hochschulen im Life Sciences Bereich ist aus den gemeinsamen Instituten und Kompetenzzentren und PhD Programmen ersichtlich.

Infrastruktur in Zürich
Verschiedene notwendige Technologiezentren sind Forschenden beider Hochschulen zugänglich:
  • Functional Genomics Center
  • Zentrum für Lichtmikroskopie
    Dieses teilweise noch im Aufbau befindliche Zentrum ermöglicht die Anwendung von bildgebenden Verfahren in vivo bei Versuchstieren sowie in vitro an Präparaten. Zusätzlich bieten weitere Zentren, wie z. B. das Zentrum für Elektronenmikroskopie (LMC) oder das Zentrum für Informatik wichtige Dienstleistungen.
Autor: Prof. Dr. A. Borbély
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